Barbara Gauger
Barbara Gauger

Ausstellungen

Brücken über die Ljubljanica

 

Zeichnungen über Slowenien und seinen Nationaldichter France Preseren (1800-1849)

18.11. - 31-12. 2017

 

 

 

Eröffnung am Samstag, dem 18, November 2017 um 19.00

 

Einleitende Worte: Dr. Andreas Keller, Universität Potsdam, Katholische Universität Eichstätt

 

Dichtung von France Preseren stellen vor die Schauspieler

 

Prof. Ales Valic, Akademie für Theater, Film und Fernsehen, Slowenien

und

Urs Remond, Berlin

 

Musikalische Umrahmung durch

Prof. Jaka Pucihar, Gründer der Jazzabteilung der Musikhochschule Ljubljana

 

in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Slowenien und des Slowenischen Kulturzentrums in Berlin

 

 

 

Ev.  Epiphanienkirche
Knobelsdorffstr. 72 · 14059 Berlin · 030 3011690
S-Bahnhof Messe Nord/ICC
U-Bahnhof Kaiserdamm
Mo-Di 11.00-13.00
Do 15.00-18.00
So 11.00-12.00
 
Brücken über die Ljubljanica
 

Eine Bilderserie Barbara Gaugers beschäftigt sich mit Slowenien. Die Landschaft, seine Geschichte, Mythen und Erinnerungsorte, die architektonische Gestaltung Ljubljanas mit den Brückensäulen des Architekten Joze Plecnik, insbesondere aber die Person, das Werk und der Wirkungskreis des slowenischen Nationaldichters France Prešeren (3.12.1800 bis 8.2.1849) sind Schwerpunkte ihres Interesses.

Preseren war Jurist und Germanist, hat seine Gedichte geschrieben, um im Sinne von Goethes Weltliteratur-Vorstellung international zu wirken. Er pflegte Kontakte mit Adam Mickiewicz, der seinerzeit als polnischer Flüchtling in Slowenien war, um durch die Einbindung des Slowenischen in die seit der frühen Neuzeit üblichen Dichtungsformen eine Sprachform für diese kleine "Einheit" der slawischen Sprachen zu schaffen, die den "entwickelten" Literaturen (Italien, Frankreich, England, Deutschland) ebenbürtig war.

Seine Themen waren neben den Reflexionen über die Sprachen in ihren gegenseitigen Verhältnissen (nationale Identität und Austausch) auch soziale (unverehelichte Mutter) und historisch-politische Überlegungen (Ideen der europäischen Revolution). Sprachliche Ausdrucksformen galten ihm als Visitenkarte der Sprach-und Kulturfähigkeit seines Landes, jenseits der Bildungsarbeit, die die traditionellen Einrichtungen (katholische Institutionen) vermittelten. Damit ist er einer der entscheidenden Wegbereiter für spätere Entwicklungen und Errungenschaften in Slowenien (slowenisch als Gerichtssprache, slowenischsprachige Gymnasien, Universitäten und letzlich auch der Akademie).

Noch heute ist die 7. Strophe seines Trinkliedes die Nationalhymne der Republik Slowenien. Die Betonung liegt auf der staatlichen Souveränität und der Völkerverständigung.

 

 

 

 Zdravljica

(7. Strophe)
Živé naj vsi naródi
ki hrepené docakat' dan,
da koder sonce hodi,
prepir iz svéta bo pregnan,
da rojak
prost bo vsak,
ne vrag, le sosed bo mejak!

 


Das Trinklied

Es leben alle Völker,
die sehnend warten auf den Tag,
dass unter dieser Sonne
die Welt dem alten Streit entsag!
Frei sei dann
jedermann,
nicht Feind, nur Nachbar mehr fortan!

 

Tromostovje

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