Barbara Gauger
Barbara Gauger

Ausstellungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Von bunten Hunden, Malweibern und Dandetten"

Exzentriker der Kaiserzeit in Skizzen

 

Hermann Harry Schmitz, Ilna Wunderwald, Marie Freiin von Berlichingen und Harriet Sundström

 

Der Conferencier Hermann Harry Schmitz (1880 - 1913) und die Malerin Ilna Wunderwald (1875 - 1957) waren befreundete Künstler in Düsseldorf. Ihr Umfeld wurde geprägt von einer Aufbruchstimmung, wie sie von markanten Persönlichkeiten wie Louise Dumont, der legendären Gründerin des Düsseldorfer Schauspielhauses, oder dem Sammler und Galeristen Alfred Flechtheim ausging. Hermann Harry Schmitz galt mit seinen dandyhaft perfektionierten Auftritten als stadtbekannter „bunter Hund" und wurde als solcher vor allem in der sogenannten 'feinen Gesellschaft' als Unterhalter hofiert. Er moderierte Wohltätigkeitsveranstaltungen oder auch die Schau "Märtyrerinnen der Mode" im Schauspielhaus und schrieb Grotesken, auch als Einakter für den akademischen Verein "Laetitia". Ilna Wunderwald gehörte zum Düsseldorfer Künstlerverein "Malkasten". Auf Fotografien ist sie schon um 1910 mit den kurzen Haarschnitten zu sehen, die man gemeinhin erst den zwanziger Jahren zuordnet. Ihre feinsinnige, dem Jugendstil nahestehende Malerei begeisterte Publikum und Presse auf Ausstellungen in London, München und Berlin ebenso wie ihre mitreissenden Bühnenauftritte. 

Auch Marie Freiin von Berlichingen-Jagsthausen  (1874 - 1957) und Harriet Sundström (1872 - 1961) fielen schon früh durch ihr exaltiertes Erscheinungsbild auf, selbst in der eher freizügigen Künstlerkolonie Dachau. Eine bekannte Beschreibung schildert sie mit ausgefallenen braunen Lederjacken und anstössig kurzen Röcken. Zu Ehren der schwedischen Herkunft Harriet Sundströms waren die Wände des Zimmers in der Künstlerherberge Moosschwaige blau und gelb gestrichen, auch das Schaukelpferd, auf dem sie gerne pfeiferauchend sass, oder der Einkaufswagen, den die kleine Frau zog, erregten Aufsehen, ganz zu schweigen von ihren hundert Tieren.

Beide Frauen verliessen dann Dachau, um sich im wahrsten Sinne des Wortes ins "Weltkunstgetriebe" in Spanien, Berlin oder Paris zu begeben, wie es der Potsdamer Kunsthistoriker Heinz Schönemann ausdrückte - aber immer wieder ergänzt mit Aufenthalten im fränkischen Möckmühl, wo Marie von Berlichingen auf dem Burgberg ihren romantischen Wohnsitz in der dortigen Probstei innehatte. 

In zauberhaft zu Papier gebrachten Impressionen und Phantasien aus dem Leben dieser historischen Persönlichkeiten begibt sich die Künstlerin Barbara Gauger mit sicherem Strich auf die Spur dieser faszinierenden Vier  ... 

 

Führung mit der Künstlerin am Donnerstag dem 11. 10. 2018,

19 - 21.00

 

Eröffnung am Donnerstag, dem  5. Juli 2018

von 19 - 21 Uhr

 

Einführende Worte:

Dr. Andreas Keller, Universität Potsdam

 

6. Juli - 9. November 2018

tgl.  10 - 22 Uhr

Office: nach Verabredung di-fr 15 - 19 Uhr

Galerie Carlos Hulsch

 

Ausstellungsfoyer abba hotel

Lietzenburgerstraße 89

10719 Berlin-Charlottenburg

 

carlos.hulsch@web.de

www.carlos-hulsch.de

030-882 28 42

0176-2512 667

 

 

Die feine Gesellschaft - die feine Gesellschaft

"In fünf Minuten ein vorzügliches Täßchen Kaffee mit 

...dem Dandy vom Rhein, Jean Fredman, Diseuse Ilna Wunderwald und den amici des Ion Luca Caragiale

Charlottenburg, Pestalozzistraße..... Hermann Harry Schmitz, erörtert mit seinem Verleger Rowohlt die Pläne für die nächste Ausgabe, Alfred Flechtheim stoesst dazu, um im Cafe die Meinung des "Dandy vom Rhein" einzuholen, was er wohl über eine Galerie in der nahe gelegenen Bleibtreustraße denke.....  Ilna Wunderwald, einst erfolgreiche Diseuse im Berliner Cabaret "Ueberbrettl", noch in Erinnerung an die Zeiten ihrer Auftritte mit Victor Hollaenders 'Standhaftem Zinnsoldaten', feiert wie ihr Cousin Gustav ihre Erfolge in der Berliner Sezession - der rumänische Satiriker Ion Luca Caragiale notiert dies vom Nachbartisch aus mit gewohnt spitzer Feder .... Was für eine Vorstellung! Und doch gar nicht so ungeheuerlich, wie man denken sollte, kannten Sie doch alle die Gegend um das Homeracoffeeberlin herum und haben zum Teil sogar zeitweise in Berlin gewohnt - ein Denkmal am Hohenzollerndamm erinnert noch heute an Ion Luca Caragiale.

In diesem Sinne: Geniessen Sie die Spezialitäten des Homera in Gesellschaft dieser illustren Persönlichkeiten und ihres Vorlaeufers Jean Fredman aus dem Stockholm des Rokoko in Bildern  ..... 

Ausstellung:

Homeracoffee,

Pestalozzistr. 33,

10627 Berlin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cafe Kroenchen, Kronenstr. 7, 78727 Oberndorf am Neckar

 

Zeichnungen von Barbara Gauger zu Hermann Harry Schmitz

Der überaus vornehme Friseur

 

Boris Rodriguez Hauck, Rüdiger Erck

Der Friseur und mein Sein

Geschichten aus dem Friseursalon

www.agentur-kurzweil.de

 

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Brücken über die Ljubljanica

 

Zeichnungen über Slowenien und seinen Nationaldichter France Preseren (1800-1849)

18.11. - 31-12. 2017

 

 

 

Eröffnung am Samstag, dem 18, November 2017 um 19.00

 

Einleitende Worte: Dr. Andreas Keller, Universität Potsdam, Katholische Universität Eichstätt

 

Dichtung von France Preseren stellen vor die Schauspieler

 

Prof. Ales Valic, Akademie für Theater, Film und Fernsehen, Slowenien

und

Urs Remond, Berlin

 

Musikalische Umrahmung durch

Prof. Jaka Pucihar, Gründer der Jazzabteilung der Musikhochschule Ljubljana

 

in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Slowenien und des Slowenischen Kulturzentrums in Berlin

 

 

 

Ev.  Epiphanienkirche
Knobelsdorffstr. 72 · 14059 Berlin · 030 3011690
S-Bahnhof Messe Nord/ICC
U-Bahnhof Kaiserdamm
Mo-Di 11.00-13.00
Do 15.00-18.00
So 11.00-12.00
 
Brücken über die Ljubljanica
 

Eine Bilderserie Barbara Gaugers beschäftigt sich mit Slowenien. Die Landschaft, seine Geschichte, Mythen und Erinnerungsorte, die architektonische Gestaltung Ljubljanas mit den Brückensäulen des Architekten Joze Plecnik, insbesondere aber die Person, das Werk und der Wirkungskreis des slowenischen Nationaldichters France Prešeren (3.12.1800 bis 8.2.1849) sind Schwerpunkte ihres Interesses.

Preseren war Jurist und Germanist, hat seine Gedichte geschrieben, um im Sinne von Goethes Weltliteratur-Vorstellung international zu wirken. Er pflegte Kontakte mit Adam Mickiewicz, der seinerzeit als polnischer Flüchtling in Slowenien war, um durch die Einbindung des Slowenischen in die seit der frühen Neuzeit üblichen Dichtungsformen eine Sprachform für diese kleine "Einheit" der slawischen Sprachen zu schaffen, die den "entwickelten" Literaturen (Italien, Frankreich, England, Deutschland) ebenbürtig war.

Seine Themen waren neben den Reflexionen über die Sprachen in ihren gegenseitigen Verhältnissen (nationale Identität und Austausch) auch soziale (unverehelichte Mutter) und historisch-politische Überlegungen (Ideen der europäischen Revolution). Sprachliche Ausdrucksformen galten ihm als Visitenkarte der Sprach-und Kulturfähigkeit seines Landes, jenseits der Bildungsarbeit, die die traditionellen Einrichtungen (katholische Institutionen) vermittelten. Damit ist er einer der entscheidenden Wegbereiter für spätere Entwicklungen und Errungenschaften in Slowenien (slowenisch als Gerichtssprache, slowenischsprachige Gymnasien, Universitäten und letzlich auch der Akademie).

Noch heute ist die 7. Strophe seines Trinkliedes die Nationalhymne der Republik Slowenien. Die Betonung liegt auf der staatlichen Souveränität und der Völkerverständigung.

 

 

 

 Zdravljica

(7. Strophe)
Živé naj vsi naródi
ki hrepené docakat' dan,
da koder sonce hodi,
prepir iz svéta bo pregnan,
da rojak
prost bo vsak,
ne vrag, le sosed bo mejak!

 


Das Trinklied

Es leben alle Völker,
die sehnend warten auf den Tag,
dass unter dieser Sonne
die Welt dem alten Streit entsag!
Frei sei dann
jedermann,
nicht Feind, nur Nachbar mehr fortan!

 

Tromostovje

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